Black Lutrophoros

Black Lutrophorus, Steinzeug engobiert, 180cm x 80cm x 80cm, 2021

Black Lutrophoros ist das Ergebnis der Auseinandersetzung mit den Proportionsverhältnissen keramischer Gefäße der antiken Griechischen Tradition. Dabei wurde eine gewöhnlich kleine Form um das sechsfache vergrößert.

Passion of CMYC

Passin of CMYC, 2022, Keramik engobiert, Plastikgarnspulen, Betonsockeln, Miriam Laussegger / Sascha Zaitseva

Kategorien wie CMYK ziehen eine klare begriffliche Grenze, welche die Realität verankert und Identitäten festsetzt. Sie bieten Sicherheit durch eine begriffliche Zuordenbarkeit auf Kosten des Ambigen und des Lebendigen. Was passiert, wenn die Hand ins Spiel kommt – als Gegenspielerin zu der maschinellen Geradlinigkeit – wenn die Leidenschaft, das Spielen mit dem eingefassten Realen, den Formen, dem Material und den Farben den Raum für die Ambiguität öffnet und die Dinge sich der Starre der Kategorie entziehen?

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Unreife Früchte des Volksverstandes

 

      

The work refers to the European tradition of vessel ceramics, to the ancient pre-Greek and Greek tradition of vase painting. The categories and rules for the appearance of ceramic vessels developed by Gottfried Semper in his book “The style” (1863) are the starting point for thinking about the hierarchy of form aesthetics of European ceramic vessels. The work follows the formal lines established by Semper and transgresses them by stretching the handles to absurd lengths or covering the decorative features of the vessel with toilet graffiti. It is an anarchistic gesture within the strict structure of European historicism.
The title of the work is a quotation from a statement by Alexander Pushkin (1799-1837), the Russian poet, on toilet graffiti.

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Jetzt schreiten sie alle

2018, Keramikobjekte auf Holz-Konstruktion ca. 60cm x 200cm x 180cm

Die Installation bezieht sich auf das bildhauerische Werk von Alberto Giacometti. Er versetzte einen Mann in den Zustand des Gehens, seine weiblichen Figuren sind jedoch fast immer passiv und im Zustand des Stehens eingefroren. Die Installation ist die Korrektur dieser Begebenheit, eine Anpassung an die perspektive der anderen Zeit.

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Traginervische Geschichten

von Roman Spieß und Sascha A. Zaitseva

Leuchter, Steinzeug glasiert, Eisen
90 x 70 x 60cm
2006

Traginervische Geschichten ist eine Arbeit, die stark von Michail Bulgakows
Meister und Margarita inspiriert ist. Auf den 21 Armen des keramischen Leuchters spielt sich ein Fest ab; der Gastgeber ist der teuflische Wolland, eine Figur aus dem Roman. Einzig, die Szenerie spielt sich, nicht wie bei Bulgakow, in Moskau sondern in Wien ab, und die eingeladenen Personen sind von Romaschka (Roman Spieß und Sascha A. Zatseva) frei erwählt.

Der zylindrische Mittelteil des Lusters, auf welchem die Arme fixiert sind, ist voll mit Wiener Szenerien bespielt. Wenn man genauer hinsieht, entdeckt man eine „Prater-Sensation“, die Venediger Au oder fingernagelgroße Wiener und Wienerinnen. Der Zylinder ist wie ein Liftschacht, durch den man auf die drei Ebenen des Leuchters gelangen kann.
Auf der mittleren Ebene spielt sich das Fest ab, dessen Patrone der russische Sänger Viktor Tsoy, François Villon und Bacchus sind. Ihre Köpfe tauchen wie Gallionsfiguren auf den Rosetten der Arme auf. Unter den Eingeladenen finden sich die unterschiedlichsten Charaktere. Die treuen Begleiter des Wollands, der Kater Begemot und die schöne Gella verlassen kurz die Seiten des Romans Meister und Margarita, um auf dem Leuchter Unfug zu treiben.

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I am Europe

I am Europe (2018, Baumwollteppich, Keramik, ca. 150x210cm)
Im digitalen Raum kann jede*r ohne seinen privaten Raum zu verlassen, zeitunabhängig an den öffentlichen Diskursen teilnehmen. Die Agora, welche Hannah Arendt als den Platz des politische Austauschs
und als die Voraussetzung für die Demokratie markierte, hat sich in den virtuellen Raum verlagert. Dort existiert kein Öffentliches und kein Privates mehr. Die Nachrichten werden wie von unsichtbaren Männchen in sekundenschnelle hin und her getragen.

Rien ne va plus


2019, Keramik ca. 15×15 cm und 25x25cm

Die sexuelle Identität als Spiel. Das Spiel hat eine Grenzen: Rien ne va plus!

Das Lachen der Medusa

Das Lachen der Medusa
2019, Satinband, Keramik, ca. 40x63cm

Foto: Baboschotzky

Eine Bildhauerische Interpretation des Textes „Das Lachen der Medusa“.